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Die Nische als Schlüssel zum Erfolg

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Kreis Döbeln. Autos lassen sich schnittig in Szene setzen. Eine Bauleistung kaum. „Werbung und Marketing passen nicht zu dieser eher konservativen Branche“, so Mathias Wachs, Geschäftsführer der Wachs Bauunternehmung GmbH Roßwein. Ein Grund mehr für Ihn, in die Werbeoffensive zu gehen.
War das Traditionsunternehmen einst eine klassische Baufirma, setzt der Chef seit drei Jahren auf die Nische. Und verzeichnet steigende Umsätze.

83 Prozent haben die 2004 im Vergleich zum Vorjahr betragen. In ganz Deutschland schafften es die Roßweiner damit auf Platz sieben der Rangliste aller Town & Country Baupartner. T & C ist Mathias Wachs‘ Schlüssel zum Erfolg.

Seine Perspektive, die er sich suchen musste, als das klassische Geschäft Verluste anhäufte. Zukünftig konzentrierte er sich auf das Angebot von Einfamilienhäusern mittels Franchising.

„Mittlerweile stehen über fünfzig Häuser in der Region.“

Das es in diesem Jahr noch mehr werden ist gewiss, „obwohl auch uns der lange Winter Probleme bereitet.“ Die Auftragslage drückt, theoretisch könnte Wachs Bau 15 Häuser gleichzeitig bauen, sobald das Wetter besser wird. Für 2005 bereits sichergestellt sind 35 Stück. „Eine beruhigende Situation“, so der Geschäftsführer.

Mit seinem Team aus zehn gewerblichen Mitarbeitern könnte er den Bau von 50 Häusern realisieren. „Ich bin bereit, die Arbeitskräfte mäßig zu expandieren.

Unter diesen Umständen macht es aber keinen Sinn.“ Mathias Wachs hat sein Unternehmen gesund geschrumpft: „Wir verbuchen mit einem Drittel der Personals das Doppelte an Umsatz.“ Der Absprung aus dem klassischen Bausegment kam für den Unternehmer zur rechten Zeit. „Viele sind austauschbar, und leider entscheidet sich die Vergabe bei Ausschreibungen zuerst über den Preis.“

Dass sich der Markt in der Zukunft nur noch unter wenigen großen Firmen aufteilen wird, sieht Mathias Wachs nicht so: „Das sind Global Player die sich ihre Märkte aussuchen. Den großen Mittelständlern geht es wie uns, sie sind vom Binnenmarkt, der wirtschaftlichen Situation und Konjunktur abhängig. In der Region sehe ich immer noch das Marktpotenzial, gleichwohl das Wachstum weniger durch die Nachfrage erfolgt. Eher versucht der eine dem anderen Umsatz abzujagen.“....

Antje Krieger

Quelle: Döbelner Allgemeine Zeitung vom 11.März 2005